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Offshore Windparks in der Nordsee

Schwierig ist es geworden in Deutschland, für technische Großprojekte die nötige Akzeptanz der betroffenen Bürger zu finden. So regt sich auch auf Sylt Widerstand gegen den von der Offshore-Bürger-Windpark Butendiek GmbH & Co. KG geplanten Windpark in der Nordsee vor der Insel Sylt. Schon der an der Deichlinie des Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog von der Husumer Schiffswerft errichtete Windpark fand auf Sylt heftige Kritiker. Diese Kritik war aber weniger von Sachkenntnis sondern mehr von Emotionen geleitet. Ebenso ergeht es dem Butendiek Projekt.

Worum geht es genau? Geplant ist die Errichtung von 80 Windkraftanlagen mit jeweils drei Megawatt Leistung etwa 34 Kilometer westlich des Listlandes in der Nordsee.

Im Dezember 2004 wurde auf Sylt der Verein “Gegenwind- Für eine industriefreie Nordsee e.V.” gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Bewahrung freien Horizonts und die Verhinderung von Gefährdungen der Strände und der Küstengewässer sowie der Schutz des Lebensraums für heimische Bevölkerung und Tierarten. Anscheinend richten sich die Aktivitäten des Vereins nur gegen die Errichtung von Windparks in der Nordsee und insbesondere gegen das Projekt “Butendiek” vor der Insel Sylt. Kurz gefasst sieht der Verein folgende Argumente gegen Offshore-Windparks.

- Gefährdung der Schifffahrt auf der Nordsee
- Zerstörung des Lebensraums von Seevögeln und Meerestieren- - Zerstörung des Landschaftsbildes der Insel Sylt
- Hohe Kosten für Stromkunden

http://gegenwind-sylt.de/

Zunächst drohte das Projekt Butendiek aber nicht an den Protesten zu scheitern, sondern daran, dass man Schwierig- keiten hatte, einen Generalunternehmer für die Durchführung des Projekts zu finden. Inzwischen fand Butendiek aber einen Partner im Ausland, das irische Windkraftunternehmen Airtricity. Bis März 2007 hofft man die Verträge mit Airtricity abschließen zu können. Man rechnet dann mit einem Baubeginn Ende 2007, Anfang 2008 und einer Fertigstellung bis 2010.

http://www.butendiek.de/



Sichtbarkeit der Anlagen

Anfang der Siebzigerjahre gab es in den Tinnumer Wiesen diese kleine 45 kW Versuchsanlage. Seit einigen Jahren sind Windkraftanlagen auf Sylt nicht mehr erlaubt. Eine Anlage in Braderup und eine weitere bei der Kläranlage am Rantum Becken wurden abgebaut. (Foto von 1974)

Der Horizont der Bewohner der Elbmarsch bei Marschacht wird in ganz anderer Weise beeinträchtigt. Dort steht das Kernkraftwerk Krümmel. An der Unterelbe befinden sich zwei weiter Kernkraftwerke bei Brunsbüttel und Brockdorf. Hier wird der größte Teil des auf Sylt verbrauchten Stroms produziert. Seit kurzem werden auch die verbrauchten Brennelemente hier in einer Halle gelagert.

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