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siehe auch Spekulation vom 18.01.2003 Ausverkauf vom 28.02.2003 Mieterinitiative vom 28.03.2003 5 Jahre Kündigungsschutz? vom 09.04.2003 Kündigungsschutz? vom 26.04.2003 Fünf vor zwölf vom 07.05.2003 Demonstration vom 20.05.2003 Kündigung in Hörnum vom 26.06.2003 Rauswurf ? vom 28.06.03 Standort geschlossen vom 07.04.07
Was seit Jahren als Gerücht immer wieder die Runde machte, wurde im Februar 2001 zur Gewissheit. Die seit 1958 in List bestehende
Marineversorgungsschule wird bis 2007 aufgelöst. Sylt verliert damit nach dem Sanitätsausbildungszentrum in Hörnum und der Marinefliegerlehrgruppe auf dem Fliegerhorst in Westerland auch den
letzten Bundeswehrstandort.
Der Bund besitzt auf Sylt große Liegenschaften und mehrere hundert Wohnungen die demnächst zum Verkauf stehen. Was für das
Bundesverteidigungsministerium ein gutes Geschäft werden kann, bereitet auf Sylt Sorgen. Wird der Verteidigungsminister den größtenteils während der Nazizeit von der Wehrmacht durch
Zwangsenteignung erworbenen Grundbesitz auf dem freien Markt meistbietend verkaufen?
Die Sylter Kommunen sind um Schadensbegrenzung bemüht. Sylt-Ost will per Gemeinderatsbeschluss die kommerzielle Nutzung des
Fliegerhorstgeländes verhindern. Westerland bemüht sich um den Kauf von 200 Bundesmietwohnungen, um die auf Sylt für Einheimische bestehende Wohnungsnot zu mildern. List sucht nach einem
Konzept für die zukünftige Nutzung des Kasernengeländes. Seit 1994 unklar ist die Zukunft der Hörnumer Kaserne. Der Kreis Nordfriesland verweigert eine Baugenehmigung und verlangt vom Bund
die Wiederherstellung des Zustandes vor dem Bau der Kaserne. Die bereits an die Viterra verkauften Grundstücke und Gebäude und wurde daraufhin Ende 2001 vom Bund zurück gekauft
Jüngst erging vom Bundesrechnungshof die Aufforderung an die Bundeswehr, die Immobilien nicht unter Marktwert zu verkaufen.Sollte das
Verteidigungsminsterium dieser Empfehlung folgen, würde diese Art von Grundstücksspekulation alles auf Sylt bisher dagewesenen in den Schatten stellen.
Meldung vom 9. September 2002 Der Bund bietet seine ca. 500 Wohnungen in Westerland, List und Hörnum den drei Sylter Kommunen
für 108 Millionen Euro zum Kauf an. Den Inselgemeinden ist dieser Kaufpreis allerdings zu hoch, da der Renovierungsbedarf bei vielen der zum größten Teil Ende der Dreißigerjahre gebauten
Wohnungen erheblich ist. Ende Oktober sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.
Bericht bei SYLTINFO.DE
Meldung vom 18. Januar 2003 Die Verhandlungen zwischen den Inselgemeinden und dem Bund sind gescheitert. Was bei der Pleite der Neuen
Heimat in den Achzigerjahren noch verhindert werden konnte, die Umwandlung von Miet- in Ferienwohnungen, wird nun im großen Stil geschehen. Da der vom Bund geforderte Kaufpreis von 108
Millionen Euro nur durch Umwandlung in Ferienwohnungen zu erzielen ist, werden sich ganze Ortsteile in List, Westerland und Hörnum in Ferienhaussiedlungen verwandeln. Viele der
betroffenen Mieter werden die Insel verlassen müssen, da auf der Insel schon jetzt ca. sechshundert Wohnungen fehlen. Doch der Veräußerung wird für den Bund nicht einfach werden. Bei seit
Jahren leicht sinkenden Übernachtungszahlen, stehen auf Sylt schon jetzt hunderte andere Obkjekte zum Verkauf.
Dass der Bund auch andernorts nicht zimperlich ist, wenn es um seinen
Vorteil geht, zeigt das Beispiel der Stadt Eggesin in Vorpommern. Dort verkaufte der Bund 1997 über 1700 Wohnungen an die Stadt. Im Jahr 2000 fiel dann die Entscheidung den dortigen
Bundeswehrstandort zu schließen. Nun hat die Stadt zwar die Wohnungen, jedoch keine Mieter mehr und muss für die Schulden aus dem Wohnungskauf und den Abbruch der Häuser aufkommen.
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